MetallPraxisbeispiele

Mobiler Roboter setzt Personalressourcen bei Scan A/S frei

Ein benutzerfreundlicher Roboter automatisiert tagtäglich Wege von mehreren Kilometern in der Produktionsanlage für Kamine und Kaminöfen bei Scan A/S in Vissenbjerg auf der dänischen Insel Fünen. Das entlastet die Mitarbeiter, die ihren neuen flexiblen „rollenden Kollegen“ sehr positiv aufgenommen haben.

 

Scan A/S hat seit 1978 das Ziel, exklusive Kaminöfen zu produzieren, die sich als Wärmequellen durch ihre Effizienz und Umweltfreundlichkeit und auch durch ihr Design auszeichnen. Eine ebenso schwer wiegende Erklärung für die Platzierung des Unternehmens unter den Top 10 weltweit ist es, dass das Management immer frühzeitig in neue Produktionstechnologie investierte. Daher sah Scan A/S auch sehr schnell die Möglichkeiten des innovativen, mobilen Roboters MiR 100 und bat Mobile Industrial Robots um eine Roboter-Vorführung.

 

Die Herausforderung

„Es kostet, wenn interner Transport viele Mannstunden erfordert. Das ist schon eine Herausforderung für ein Unternehmen wie das unsere, weil wir in einem Land mit hohen Lohn- und Gehaltskosten produzieren. Daher ist die Automatisierung des internen Transports für uns eine nahe liegende Möglichkeit, um den Durchsatz zu verbessern und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Wir haben etwa 10.000 m2Hallen und transportieren Waren von einem Ende der Fabrik zum anderen. Vor dem MiR100 musste ein Mitarbeiter alles mit einem Transportwagen bewegen, und es ist selbstverständlich ein Problem, einen gut bezahlten gewerblichen Mitarbeiter für diese Arbeit vorsehen zu müssen. Zudem handelt es sich im eine eintönige, langweilige Arbeit”, erläutert René Hannibaldsen, Produktionsleiter bei Scan A/S.

 

Die Lösung

DerMiR100-Roboter bei Scan A/S absolviert jetzt täglich 10 – 12 Transporte mit Bolzen, Schrauben und anderen Teilen für die Montage von Kaminöfen, von denen das Unternehmen 14.000 jährlich produziert.

„Unser neuer mobiler Roboter findet selbst die 5 – 6 Adressen in der Fabrik, an die er Waren aus der Warenannahme an die Produktion liefert. Man kann unseren MiR-Roboter eigentlich mit dem Postboten vergleichen, der seine Post verteilt und dann in die Poststelle zurückfährt, um für eine zweite Runde neue Briefe und Pakete für seinen Zustellbereich zu holen”, berichtet René Hannibaldsen.

 

Das Ergebnis

Früher war die Einführung von Robotern in der Produktion teuer, zeitaufwendig und kompliziert. Anders bei einem MiR100.

„Wir sparen etwa einen „halben” Mitarbeiter durch die Automatisierung dieses Prozesses. Und wir rechnen damit, längerfristig noch mehr aus dieser Investition herausholen zu können, da wir uns weitere Aufgaben vorstellen können, die der MiR100 bei uns lösen könnte. Der MiR100 ist so günstig und so einfach zu programmieren, dass man ihn schnell einsetzen kann und sich die Investition sich schnell bezahlt macht. Bei uns hat sich der MiR100 in weniger als einem Jahr amortisiert”, schlussfolgert der Produktionsleiter bei Scan A/S.

Die Möglichkeit, mittels eines MiR-Roboters bis zu 300 Kilo Waren mit einem Zughaken auf einmal zu transportieren, ist ebenfalls ein klarer Vorteil, den man bei Scan A/S nutzen will.

„Es war wichtig für uns, diesen Robotertyp in unsere Produktion zu integrieren und die Mitarbeiter daran zu gewöhnen, dass um uns herum, um Stapel herum und um andere Fahrzeuge herum Roboter fahren. Wir waren schon skeptisch, weil so ein Roboter um gehende Mitarbeiter und Warenstapel herum navigieren muss; es hat aber noch nie Kollisionen gegeben. Der Roboter umschifft alle Verhinderungen auf seinem Weg. Und alle Mitarbeiter finden den MiR100 irgendwie witzig und haben allgemein positiv reagiert”, stellt René Hannibaldsen fest.