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Die intelligente Windel ist eine Weltsensation – und unsere Speerspitze in den Bereich der „Wearables“

In Zusammenarbeit mit dem dänischen Windelriesen Abena hat Mekoprint einen gedruckten und dehnbaren Sensor für eine intelligente Windel entwickelt, die für Inkontinenzpatienten mehr Lebensqualität bedeutet und die Umwelt und den Pflegehaushalt der Kommunen weniger belastet. Sie eröffnet aber auch neue Möglichkeiten für das Bedrucken dehnbarer Materialien und die Entwicklung intelligenter Produkte in vielen anderen Bereichen.

Personal und Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden haben in den vergangenen zwei Jahren eine sensationelle Neuentwicklung eines Produkts getestet, das jährlich millionenfach zum Einsatz kommt: die Inkontinenz-Windel. Der dänische Windelriese Abena hat in Zusammenarbeit mit Mekoprint und einem amerikanischen Technologieunternehmen eine Windel entwickelt, die mittels Sensortechnik dem Personal meldet, wann eine Windel gewechselt werden muss. Dies erhöht nicht nur die Lebensqualität der Benutzer erheblich, sondern spart dem Personal auch wertvolle Zeit, denn sowohl das Wechseln trockener Windeln als auch von Bettwäsche, wenn das Malheur eingetreten ist, gehören so der Vergangenheit an. Außerdem freut sich die Umwelt, denn es müssen nicht mehr unnötig viele Windeln weggeworfen werden. „Wir haben hier eine Win-win-win-Situation“, sagt Abenas Geschäftsführer und Inhaber, Arne Terp-Nielsen, der der bevorstehenden Markteinführung des neuen Produkts nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit mit Freude entgegensieht.

Problemstellung: Wie bedruckt man flexible und dehnbare Materialien mit Elektronik?
Bis die Produkteinführung Realität wurde und der Erfolg zu verzeichnen war, gingen viele Stunden im Maschinenraum ins Land. Die Vision von einer intelligenten Windel, die mit dem Pflegepersonal kommunizieren kann, stammt vom Unternehmen MediSens in Silicon Valley. Dort wurden Datenflow und Cloudlösung entwickelt, und als die Amerikaner sich auf die Suche nach einem Windelhersteller mit der notwendigen Erfahrung und einem Produktionssetup machten, das den globalen Ambitionen Rechnung trug, fiel die Wahl wie von selbst auf Abena in Dänemark, wo seit den 1970er-Jahren Windeln für Kinder und Inkontinente produziert werden. Abena seinerseits musste in Europa einen Kooperationspartner finden, der in der Lage war, die elektronische Sensortechnik auf das extrem dünne, weiche und dehnbare Material zu drucken, aus dem die Windel besteht. Hier fiel die Wahl auf Mekoprint.

Tobia Holmgaard Stær ist Business Manager bei Mekoprint und er berichtet: „Die Windel besteht aus einem non-woven Material, das wie dünnes Textil aussieht und noch wesentlich dünner als Papier ist. Es erforderte viele Entwicklungsstunden, um die Maschinen so auszusteuern, dass das Material sich nicht einrollte, riss oder überdehnte und gleichzeitig die elektrisch leitfähige Tinte so zu drucken, dass sich das Material beim Aushärten der Tinte nicht  zusammenzieht. Glücklicherweise lieben wir bei Mekoprint Herausforderungen und so haben wir nun eine optimale Lösung für das Drucken von Elektronik auf ultradünne dehnbare Folien gefunden – eine Lösung, die gleichermaßen kosteneffizient wie großproduktionstauglich ist.“

Die Perspektiven: Internet-of-Things-bereite Lösungen für alle Kunden
„Mekoprint beherrscht zwar den Elektronikdruck auf herkömmlichen flexiblen Materialien in Perfektion, doch waren dehnbare Materialien wie bei diesem Projekt neu für uns. Wir haben damit in diesem strategischen Geschäftsfeld unschätzbare Erfahrungen sammeln können“, sagt Morten Kjær, der bei Mekoprint Sales Director in der Sparte Graphic Electronics ist. „Die Fähigkeit zu besitzen, sowohl flexible als auch dehnbare Materialien zu bedrucken, sehen wir als ein riesiges Potenzial – das wird allen unseren Kunden zugute kommen. Wir wissen, dass bei vielen überlegt wird, wie sie ihre Produkte differenzieren und neue Wertangebote in ihren Bereichen schaffen können. Bei dieser digitalen Reise können wir unseren Kunden jetzt zur Seite stehen, denn wir haben unsere Elektronikdruck-Kompetenzen erheblich ausbauen können. Darüber hinaus sind wir in der Lage, den gesamten Prozess von den Labortests bis zur hochvolumigen Produktion abzudecken. Das Projekt ist unsere Speerspitze in den Bereich der so genanntenWearables, mit digitaler Funktionalität ausgestattete Produkte, die eine solche üblicherweise nicht haben. Wir glauben, dass hier viel Wertpotenzial liegt.“

Auf der Grundlage einer einzigartigen Partnerschaft
Anders Kold ist CEO bei Mekoprint und lobt die Zusammenarbeit zwischen Abena und Mekoprint als etwas Einzigartiges. „Das Mekoprint-Motto lautet „Zusammen haben wir Erfolg“. Es beschreibt die Grundsätze der Zusammenarbeit mit all unseren Kunden und Partnern. Dennoch war die Zusammenarbeit mit Abena und dem amerikanischen Unternehmen etwas ganz Besonderes. Wir liefern eine zentrale Komponente des Produkts, die Amerikaner sind die Datenverarbeitungsspezialisten und Abena ist der Experte für das Endprodukt. Es war von Anfang an klar, wer womit beisteuern kann. Hinzu kommt, dass bei diesem Projekt von allen Seiten große Investitionen getätigt wurden, wodurch eine sehr vertrauensbasierte und offene Partnerschaft entstand, bei der wir die Herausforderungen gemeinsam bewältigt und die Erfolge gemeinsam gefeiert haben“, sagt Anders Kold. „Abena hat in die größte und teuerste Windelmaschine der Welt investiert, die jährlich mehr als 100 Millionen Windeln produzieren kann. Und Mekoprint steuerte von Anfang an eine komplette Massenfertigungslinie bei, um die Lösungen jederzeit im richtigen Maßstab testen zu können. Wir sind wirklich stolz auf das Erreichte und freuen uns darauf zu sehen, welchen Unterschied das Produkt für Tausende von Menschen machen wird.“